Station 3: Kupferhammer

Mit der Verlegung von zwei an der Schwärze (Kienwerder) befindlichen Kupferhämmern entstand 1603 die erste Industriesiedlung im Finowtal. Neben dem 1776 erbauten Hüttenamt (Fassadengestaltung ursprünglich in Barockformen) prägen Werks- und Wohngebäude im klassizistischen Stil noch heute das Bild.

Zu den bedeutendsten Zeugnissen der frühindustriellen Architektur in Brandenburg zählt das 1816-1818 vom preußischen Staat an der Britzer Straße erbaute Kupferwalzwerk. Die für das Projekt verantwortlichen Beamten hatten zuvor moderne Hüttenwerke in England besichtigt. Den architektonischen Entwurf fertigte Johann Friedrich Wedding, einer der führenden Industriebaumeister. Durch die Planung der Eisenwerke in Gleiwitz und Königshütte erlangte er hohes Ansehen weit über Preußens Grenzen hinaus.

Nahe dem Walzwerk haben sich drei 1818, 1830 und 1833 für Arbeiterfamilien erbaute Wohnhäuser erhalten. Die Feldsteinmauer begrenzte einst den Hüttenbezirk Kupferhammer.

Audio: Der Finowkanal im Urstromtal

Die Abbruchkante der Endmoräne bei Oderberg in einer historischen Aufnahme.