Station 9: Messingwerk

Kupferhäuser und Wasserturm neben dem Gelände des ehemaligen Messingwerks.

Von 1698-1700 entstand nahe dem Dorf Heegermühle das erste Messingwerk Brandenburgs, das 1721-1725 flussaufwärts an seinen endgültigen Standort verlegt wurde. 1863 erwarb die Halberstädter Firma Aron Hirsch & Sohn den Staatsbetrieb. Die jüdische Unternehmerfamilie prägte auch das gesellschaftliche Leben in Messingwerk.

Ausschachtungsarbeiten förderten am 16. Mai 1913 in Messingwerk einen sensationellen Fund zutage: den bronzezeitlichen „Eberswalder Goldschatz“, der bis heute zu den bedeutendsten seiner Art in Mitteleuropa zählt (Kopien im Eberswalder Museum in der Adler-Apotheke und im Berliner Museum für Vor- und Frühgeschichte).
1920 ging in Messingwerk das Neuwerk in Betrieb, das der Ingenieur Georg Schlesinger geplant hatte. Er war ein Experte für die Rationalisierung von Produktionsabläufen und hatte zwischen 1904 und 1933 den ersten deutschen Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetriebe an der Technischen Hochschule zu Berlin inne.

Wasserturm
Am Wasserturm 2, 16227 Eberswalde
Öffnungszeiten: April bis Mitte Oktober Fr–So und an
Feiertagen 10–17 Uhr
Eintritt: Erw. 3 Euro, erm. 1 Euro
www.wasserturm-finow.de

Audio: Architekturhighlights am Finowkanal