Station 7: Papierfabrik Wolfswinkel

Stimmungsvolle Ruine am Finowkanal – die Papierfabrik Wolfswinkel.
Stimmungsvolle Ruine am Finowkanal – die Papierfabrik Wolfswinkel

Ein technisches Denkmal ersten Ranges befindet sich in der 1762 gegründeten Papierfabrik Wolfswinkel: die noch funktionsfähige Produktionsabteilung für handgeschöpftes Büttenpapier. Die Anlagen befanden sich ursprünglich in der südlich von Eberswalde gelegenen Papierfabrik Spechthausen (gegründet 1781) und wurden nach deren Stilllegung 1956-1957 in Wolfswinkel eingebaut. Dazu gehören zwei „Holländer“, in denen das Rohmaterial gemahlen und gemischt wird, drei gekachelte Schöpfbütten, gusseiserne Pressen und ein Kalander zum Glätten der fertigen Bögen.

Von der durchgreifenden Modernisierung in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts künden vor allem der Wasserturm und die unter der Leitung des Siemens-Architekten Hans Hertlein errichtete Papiermaschinenhalle (1928-1929). Die Berliner Siemens-Schuckertwerke hatten die Papierfabrik Wolfswinkel 1917 erworben und stellten dort Kabel- und Isolierpapiere her.

Luftaufnahme des Finowkanals mit der Papierfabrik.