Station 10: Finowfurt

Traditionspflege am Finowkanal – Flößer in Aktion.

Der Ortsteil Finowfurt der Gemeinde Schorfheide bildet den westlichen Endpunkt des Siedlungbandes im Finowtal. Das südlich der Schleuse Schöpfurth (erbaut 1875-1876) gelegene Gelände der ehemaligen Mühle (erbaut um 1900) ist ein gelungenes Beispiel der Wiederbelebung eines brachliegenden Industriestandorts.

Die Holzflößerei ist seit Bestehen des Kanals eine der wichtigsten Transportformen. Die Flöße wurden in der Regel gestakt, aber auch getreidelt und bei günstigem Wind konnte ein kleines Segel gesetzt werden. Später zogen die Schleppdampfer bis zu zehn Flöße hinter sich. Dutzende Sägemühlen und Flößereibetriebe entstanden. Mitte des 19. Jahrhunderts kam an der Oder in Hohensaaten wesentlich mehr Holz an, als in Richtung Westen abtransportiert werden konnte. So wurden der Oderberger See und der Lieper See zu riesigen Holzlagerstätten.
Das alljährlich in Finowfurt stattfindende Flößerfest erinnert an diese Tradition. Seit 2000 befördert die „Schippelschute“, ein eigenes für den Personentransport gebautes Floß, Ausflügler auf dem Finowkanal.
1993 verließ die GUS-Fliegerstaffel den Flugplatz Finow. Heute informiert dort das Luftfahrtmuseum über die Geschichte der Luftfahrt in Brandenburg. Besondere Attraktionen sind die rund 25 Originalflugzeuge aus der Zeit von 1945-1985. Historische Kraftfahrzeuge (1942-1960), Modelle und viele weitere Exponate ergänzen das Angebot.

Luftfahrtmuseum Finowfurt
Museumsstraße 1, 16244 Finowfurt
Öffnungszeiten: April–Oktober 10–17 Uhr
Eintritt: Erw. 5 Euro, erm. 2,50 Euro
Telefon: (0 33 35) 72 33
www.luftfahrtmuseum-finowfurt.de

Sowjetisches Kurz- und Mittelstrecken-Verkehrsflugzeug Iljuschin II-14 (1950-58) auf dem Gelände des Luftfahrtmuseums Finowfurt.