Liebenwalde

 

Der Bau des ersten Finowkanals begann im Jahre 1605 unterhalb von Liebenwalde. Er entwickelte sich schnell zu einer wichtigen Lebensader der kleinen Ackerbürgerstadt. Bedingt durch die aufblühende Schifffahrt siedelten sich Industrieunternehmen an. Die Verfüllung der Schleuse Zerpenschleuse 1924/25 stellte das Ende der durchgängigen Befahrbarkeit des Finowkanals bis Liebenwalde dar.
Geprägt blieb das Stadtbild jedoch immer von der Landwirtschaft und so findet der Besucher auch heute noch eine typisch märkische Ackerbürgerstadt vor. Der Begriff "Ackerbürger" bezieht sich auf die hauptsächliche Tätigkeit der Einwohner in der Landwirtschaft. Im Gegensatz zu den Bauern in den Dörfern war der Ackerbürger freier Stadtbürger, der Handwerk und Landwirtschaft zugleich betrieb.
Das Heimatmuseum Liebenwalde ist im ehemaligen Stadtgefängnis gleich hinter dem Rathaus untergebracht. In den Zellen finden Sie Informationen zur Schifffahrt, besonders zum Finowkanal und zur Geschichte der Stadt Liebenwalde. Auch eine "echte" Gefängniszelle ist noch vorhanden.

Heimatmuseum Liebenwalde
Marktplatz 20, 16559 Liebenwalde
Öffnungszeiten: Mai–September täglich 10–16 Uhr, Oktober/November und März/April Mo & Sa geschlossen, Dezember-Februar geschlossen
Eintritt: 1,50 Euro, erm. 0,50 Euro
Telefon: (03 30 54) 8 05 55
www.museum-im-knast.de